Ohhhh, wie ich leide – Oder vom heimlichen Gewinn

1024 685 Elke Janßen

Kennt Ihr den „Heimlichen Gewinn?“ 🙂 Das ist derjenige, der sich manchmal versteckt, wenn es darum geht, etwas zu verändern. Und wenn ich ihn dann doch entdecke, muss ich manchmal lachen. Denn der kleine Nette zeigt mir, warum ich an Manchem (noch) festhalte, bzw. was ich verlieren könnte, wenn ich etwas verändere. Aber ich merke auch, wie gut das tut, ihn konkret zu benennen, um dann zu entscheiden, „dass ist jetzt erst mal ok“ – oder aber: „Jetzt ist was Neues dran“ und ihn freundliche verabschiede. Und in wohltuende neue Schuhe schlüpfe.feet-1621110_1280

Dazu passend eine Geschichte aus dem Orient:

„Als ich Mulla Nasreddin, den närrischen Weisen, zuletzt traf, sah er leidend aus: er schwitzte, stöhnte und sein Gesicht war schmerzverzerrt.2013-08-22-17-49-41

Auf meine Frage, ob er krank sei, antwortete er: „Nein , krank bin ich nicht – nur meine Füße! Du kannst dir nicht vorstellen, wie ich leide!“

Ich fragte weiter, was denn mit seinen Füßen sei, und ob er einen Unfall gehabt hätte.

„Nein, wo denkst du hin! Meine Schuhe sind zwei Nummerz zu klein!“

„Und warum zeihst du sie dann nicht aus?“, fragte ich verwundert.

Mullah wurde vorwurfsvoll. Zornig sagte er: „Du willst mir wohl den wohlverdienten Feierabend verderben? Du ahnst gar nicht, welche Wohltat es ist, wenn ich nach getaner Arbeit die Schuhe ausziehe! Und auf dieses Hochgefühl soll ich verzichten? Niemals!“

Und wenn ich dann ab und zu mal Lust habe, auf hohe Hacken, dann dürfen sie auch mal wieder raus:)